bvse-Qualitätssiegel-Zertifizierung

Mit dem bvse-Qualitätssiegel wird die Einhaltung der bvse-Leitlinien für das Textilrecycling garantiert. Hierin sind die Anforderungen für die Durchführung einer ordnungsgemäßen Altkleidersammlung und der sich anschließenden Wiederverwendung bzw. Verwertung festgelegt. Die Einhaltung wird im Rahmen der Qualitätssiegel-Zertifizierung überprüft.

Leitlinien für das Textilrecycling

Die Mitgliedsfirmen des bvse-Fachverbands Textilrecycling sind kompetente und umweltfreundliche Fachbetriebe mit Sach- und Fachverstand, die gebrauchte Textilien und Schuhe erfassen, sortieren und verwerten. Sie garantieren die Beachtung und Einhaltung nationaler und internationaler Gesetzgebung. Die Mitgliedsfirmen verpfichten sich zur Einhaltung der folgenden Leitlinien:

  1. Die Mitgliedsfirmen im Fachverband Textilrecycling verpflichten sich, nur nach Einholung erforderlicher Genehmigungen, Altkleidercontainer aufzustellen. Zudem verbürgen sie sich für korrekte und eindeutige Angaben zur Sammlung auf den Containern (Kontaktdaten, Zweck der Sammlung). Des Weiteren unterstützen sie die Kommunen beim Vorgehen gegen die Aufstellung illegaler Container aktiv, indem sie die Kommunen bei Kenntnis über den jeweiligen Standort unmittelbar informieren und gemeinsame Konzepte für künftige Sammlungen erarbeiten.

  2. Die Mitgliedsfirmen im Fachverband Textilrecycling distanzieren sich vom Ankauf und der Verwertung von Sammelware, wenn ihnen die Kenntnis vorliegt, dass die Ware aus illegalen Sammlungen stammt oder der Ursprung der Ware nicht eindeutig ist.

  3. Die Mitgliedsfirmen im Fachverband Textilrecycling erteilen Auskunft über Exportwege und Importländer. Der Verkauf von Sammelware in europäische und außereuropäische Länder erfolgt grundsätzlich nur an Sortierbetriebe mit fachlicher Kompetenz. Damit stellen die Mitgliedsfirmen sicher, dass die Alttextilien sachgemäß und umweltverträglich verwertet werden.

  4. Die Mitgliedsfirmen im Fachverband Textilrecycling gewährleisten die Einhaltung von Importverboten oder –beschränkungen und anderer Schutzbestimmungen sowie aller Zollvorschriften.

  5. Die Mitgliedsfirmen im Fachverband Textilrecycling setzen die Rangfolge der 5-stufigen Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und der EU-Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG um. Die Abfallvermeidung durch Wiederverwendung der Gebrauchtbekleidung (Second Hand) hat für sie oberste Priorität. Außerdem stellen sie eine stoffliche Verwertung nicht mehr tragfähiger Bekleidung auf dem jeweiligen Stand der Technik sicher und setzten sich für die Aufrechterhaltung der Verwertungsquote von Alttextilien von mehr als 90% ein.

Aublauf der bvse-Qualitätssiegel-Zertifizierung

  1. Das bvse-Mitgliedsunternehmen beteiligt sich durch Abschluss eines Überwachungsvertrages an der Qualitätssiegel-Zertifizierung des bvse-Fachverbandes Textilrecycling.
  2. Damit verpflichtet sich das Mitgliedsunternehmen, die Leitlinien des bvse-Fachverbandes Textilrecycling einzuhalten. Die Überwachung des Unternehmens durch unabhängige Sachverständige, die als Entsorgungsfachbetriebe-Sachverständige behördlich anerkannt sind, beginnt.

  3. Mittel der Überwachung ist ein sogenanntes "Vor-Ort-Audit", das ein Sachverständiger regelmäßig durchgeführt. Im Rahmen der obligatorischen Zertifizierung zum Entsorgungsfachbetrieb findet eine Dokumentenprüfung statt. Die Dokumentenprüfung kann auch vorgezogen werden. Anlassbezogen können auch außerordentliche "Vor-Ort-Audits" stattfinden.

  4. Mit dem bvse-Qualitätssiegel machen die beteiligten Unternehmen bekannt, dass sie sich an die Leitlinien des bvse-Fachverbandes Textilrecycling halten und sich einer regelmäßigen Überwachung unterwerfen.

  5. Bei erheblichen Regelverstößen, die eine Zertifizierung ausschließen, wird der umgehende Entzug des Qualitätssiegels angeordnet. Das Unternehmen wird dann auch unverzüglich von der Liste der Qualitätssiegelträger entfernt.

 

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